Titelblatt der Wordvorlage "Wissenschaftliche Arbeit"

Titelblatt der Wordvorlage „Wissenschaftliche Arbeit“

Während der Interdisziplinären Wochen (IdW) gab es einen Kurs, der für alle Studierenden früher oder später hilfreich sein kann: das Anfertigen einer wissenschaftlichen Arbeit nach wissenschaftlichen Kriterien.

Mehr als 70 Studierende saßen im völlig überfüllten PC-Raum des Fachbereichs Wirtschaft und lauschten zwei Tage lang aufmerksam den Ausführungen von Prof. Stephan Schneider und Prof. Jan-Hendrik Meier.

Schon der erste Tipp, wenn man die Arbeit beim Prüfungsamt meldet, hinter den Titel „Arbeitstitel“ zu schreiben, so dass der Titel später noch geändert werden kann, war für alle im Raum neu und gleichzeitig Gold wert. Für den Fachbereich Medien hat eine Nachfrage bei Frau Kalwis im Prüfungsamt  ergeben, dass eine Änderung des Titels möglich ist. „Wenn,“ wie Prof. Christian Hauck ergänzte, „die Abweichung vom Titel innerhalb der Arbeit gesondert begründet wird. Eine Änderung des Themas allerdings ist nicht möglich, dieses muss gleich bleiben.“ Falls Zweifel bestehen, immer erst im jeweiligen Prüfungsamt nachfragen!

Und so ging es zwei Tage lang Schlag auf Schlag. Fragen wie „Wie komme ich von einem Thema / von der These zu einer guten Gliederung?“ wurden wie folgt beantwortet: „Legen Sie eine Sammlung all Ihrer Gedanken an, werten Sie die Literatur aus, schreiben Sie Ihre gewonnenen Erkenntnisse nieder, sammeln Sie zeitgleich Ihre Literatur mit der Bibliografieverwaltung Zotero – nicht mit Citavi, die ist zu umfangreich – formulieren Sie Ihre Forschungsfrage und stellen Sie anschließend Ihre Forschungshypothese auf. Und daraus strukturieren Sie Ihre Gliederung.“

Wordvorlage "Wissenschaftliche Arbeit": Inhaltsverzeichnis

Wordvorlage „Wissenschaftliche Arbeit“: Inhaltsverzeichnis

Dieser Prozess wurde nicht nur an einem praktischen Beispiel erläutert, sondern darüber hinaus stellt Prof. Schneider auf seiner Fachhochschule-Seite auch eine Wordvorlage Wissenschaftliche Arbeit zur Verfügung, die die Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit bis ins kleinste Detail vorgibt.

Weitere Tipps wie „Schreiben Sie die Einleitung zuletzt“ oder keine Ich- oder Wir-Form zu verwenden, sondern „Nach Ansicht des Autors/der Autorin…“ zu schreiben, erst einmal niederzuschreiben, was man denkt, und anschließend umzuformulieren und alles im Präsens zu schreiben, wurden gerne gehört und aufgenommen. Die wissenschaftliche Arbeit in gehobener Ausdruckssprache zu schreiben, keine Umgangs- oder Alltagssprache zu verwenden, fand ebenfalls Erwähnung. Hierzu nur ein praktisches Beispiel: Statt „Problem ist…“ besser „Als problematisch erweist sich…“ zu schreiben.

Was gute und was schlechte Literaturquellen sind, war am zweiten Tag der Schwerpunkt. Am besten eignen sich aufgrund ihrer Aktualität Beiträge in Fachzeitschriften und Konferenz- und Tagungsbände. Gut sind akademische Literatur (Autorenwerke, Monografien), Dissertationen, Thesises, Sammelbände und akademische Zeitschriften. Nur okay sind etablierte Lehrbücher, da sie meist zum Zeitpunkt der Herausgabe veraltet sind, und ein Stopp gilt für alle nicht-akademische Literatur wie Spiegel, taz und Zeit etc. Vorsicht geboten ist außerdem bei politischen Stiftungen und anderen meinungsbasierten Quellen. Internetquellen seien „aufgrund ihrer Nicht-Wissenschaftlichkeit nicht zu verwenden, es sei denn, es handelt sich um Google Books oder Ähnliches“. Eine Ausnahme stellt natürlich der Fachbereich Medien dar, der lebt ja sozusagen vom Internet. Dann ist es erforderlich, die gesamte URL zu nennen, ergänzt mit „abgerufen am…“ .

Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit von Manuel René Theisen

Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit von Manuel René Theisen

Für die Recherche von Zeitschriftenbeiträgen eignen sich Literaturdatenbanken, beispielsweise die Literaturdatenbank an der Fachhochschule Kiel oder www.sciencedirect.com. Amazon ist ein guter Ausgangspunkt für die Recherche von etablierten Lehrbüchern. Zum Einlesen ins Thema ist Wikipedia erlaubt, aber dies solle man nicht referenzieren, sondern den Brockhaus. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache www.dwds.de sei noch besser als der Duden und ein Blick in ein etymologisches Wörterbuch (Herkunftswörterbuch) sei nicht nur beim Gebrauch von Fremdwörtern empfohlen.

Alles in allem ziemlich viele hilfreiche Tipps und zum Schluss gab es noch eine Buchempfehlung, die auch das Studierendenbudget nicht sprengen dürfte: Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit von Manuel René Theisen für 14,90 €.

Aber am besten ist die Word-Vorlage 🙂

 

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